Vita
Dr. Sebastian Buschmann

Bildung und Vermittlung
sebastian.buschmann@senckenberg.de
Forschung
Diversität und Verwandtschaft mitteleuropäischer Erdbeeren (Fragaria L.)
Die in Mitteleuropa heimischen Erdbeer-Arten unterscheiden sich in ihrem Fortpflanzungssystem und ihrer Ploidiestufe: Fragaria moschata ist diözisch (2n = 6x = 42), F. viridis (2n = 2x = 14) ist zwittrig u. selbstinkompatibel und F. vesca ssp. vesca (2x) ist ebenfalls zwittrig aber selbstkompatibel. In einer populationsgenetischen Studie erforschen wir, welchen Einfluss Ploidie und Kreuzungsbarrieren auf die genetische Diversität und die Beteiligung an Hybridisierungsereignissen haben.
Die hexaploide Zimt-Erdbeere (F. moschata) ist wahrscheinlich aus Hybridisierung di- oder tetraploider Arten hervorgegangen. Mithilfe von molekular- und zytogenetischen Methoden untersuchen wir den allopolyploiden Ursprung dieser Art.
Bis ins 19. Jh. wurde die Zimt-Erdbeere in Mitteleuropa häufig kultiviert, ist dann aber von der modernen Garten-Erdbeere (Fragaria ×ananassa) fast vollständig verdrängt worden. Im Vergleich zu Akzessionen der Wildartensammlung „Professor Staudt Collection“ der Firma Hansabred in Dresden charakterisieren wir die in Deutschland verwilderten Kulturbestände von F. moschata mit Mikrosatellitenmarkern.
Sebastian Buschmann (Doktorand)
Donam Tushabe (Masterstudentin)
Kooperationspartner
PD Dr. K. Olbricht, Hansabred GmbH & Co. KG, Dresden
Prof. Dr. Ch. Neinhuis, Institut für Botanik TU Dresden
Wir danken für die finanzielle Unterstützung der Gesellschaft zur Erforschung der Flora Deutschlands (GEFD).