Pressemeldung 30-03-26
Tradition im modernen Look: Eine neue visuelle Identität für die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
8 Institute, 5 Forschungsstationen, 3 Naturmuseen, 1 Mission: Naturforschung für die Zukunft. Wer die Biodiversität und das Klima schützen will, muss verstehen, welche Wechselwirkungen sie mit dem Menschen haben. Diesen Auftrag erfüllt die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit über 200 Jahren, und tut dies nun in neuem visuellem Gewand.
„Für uns ist hervorragende Gestaltung kein Selbstzweck, sondern die Brücke von der Forschung hin zur Öffentlichkeit“, betont Prof. Dr. Klement Tockner, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. „Wissenschaft ist unser Auftrag, unsere Museen vermitteln, begeistern und verbinden. Die Markenidentität von Senckenberg ist ein Versprechen: Hier steckt unabhängige Forschung drin, Leidenschaft für Natur, Authentizität, Neugierde und Nachhaltigkeit.“
Nach rund 15 Jahren war es Zeit für eine Modernisierung der visuellen Identität. Die nachhaltige Stärkung der Marke Senckenberg und digitale Flexibilität standen dabei im Mittelpunkt. Außerdem sollte die Marke sichtbarer, verständlicher und emotionaler werden. Gewünscht wurde auch eine starke Bildmarke zur standortübergreifenden Markenpositionierung und nicht zuletzt musste das Designkonzept mehrsprachig funktionieren.
Verantwortlich für die Entwicklung des neuen Erscheinungsbilds inklusive Logo, Typografie, Farbkonzept, Bildsprache und weiterer Brand Assets war die inhabergeführte Agentur Studio Jens Mennicke. „Im Austausch mit Art Director Jens Mennicke hatten wir konzeptionell und gestalterisch einen sehr intensiven Dialog und das gute Gefühl, dass er die Diversität – und bisweilen auch Komplexität – von Senckenberg umfassend analysiert und alle Möglichkeiten ausschöpft“, erläutert Tockner weiter.
Wie drückt man die Vielfalt von Senckenberg – die Forschung, Sammlungen und die Museen, in einem Zeichen aus? Von Insekten über Botanik, von Meeresforschung über Dinosaurier, von Paläoanthropologie zu Digital Collectomics – die Spannbreite der Gesellschaft über alle Standorte hinweg spiegelt den Anspruch, die Natur in all ihren Facetten von der Vergangenheit bis in die Zukunft zu verstehen. Um trotzdem überall klar als Senckenberg erkennbar zu sein, entwickelte das Studio Jens Mennicke einen wirklichen Game Changer: eine neue, dynamische Bildmarke, grafisch angelehnt an ein S für Senckenberg und ein N für Natur, die den Markenkern beschreibt und eine breite Plattform für Storytelling bietet.
Eine weitere Neuheit ist der Verzicht auf definierte Markenfarben. „Die Natur ist so vielfältig und farbenfroh, dass wir genau das im Senckenberg-Look zeigen wollten“, erklärt Sabine Wilke, Stabsleiterin Kommunikation und Marketing für die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. „Farben werden konzeptionell gesetzt oder aus den Bildinhalten abgeleitet – so erscheint jeder Senckenberg-Touchpoint in Harmonie mit seinem Inhalt, hat eine emotionale Qualität und ist immer am Zeitgeist.“
Nachdem seit 2010 der Claim „World of Biodiversity“ den wissenschaftlichen Anspruch der Gesellschaft in der Wortmarke nach außen trug, ermöglicht die neue Markenarchitektur nun, die vielfältigen Angebote von Senckenberg klar und prägnant auszuzeichnen. Im Forschungskontext rückt nun unmissverständlich Inhalt, Zweck und Auftrag der Institution an die Wortmarke: Senckenberg ist Naturforschung. Für museale Kommunikation oder große Forschungsprogramme sowie dezidierte Medienformate kann der Deskriptor, also die Unterzeile der Wortmarke, angepasst werden.
„Die flexible Ausgestaltung des Logos ist für uns ein wirklicher Durchbruch“, freut sich Wilke. „Auf einem Ausstellungsplakat müssen wir nun nicht mehr lang erklären, um welches Museum und welchen Standort es sich handelt. Und wenn ein wissenschaftliches Projekt eine eigene Website benötigt, kann auch diese einfach unter der Dachmarke Senckenberg aufgebaut werden. Wir verwässern unsere Identität nicht mehr mit dutzenden kleinen Design-Inseln und Projektlogos. Wo Senckenberg draufsteht, ist Senckenberg drin.“
Neben dem neuen Spektrum an Farben und Verläufen stehen eine angepasste Variante der umfangreich ausgebauten Schriftfamilie „Inter“ als Arbeitsschrift und die Serifen-Schmuckschrift „Romie“ von Studio Margot Lévêque für alle Formate zur Verfügung.
Nach der Entwicklung des Designs in einem anwenderorientierten, kompakten Prozess werden sukzessive alle Kanäle und Touchpoints angepasst, seit Dezember 2025 erscheint nun auch die Senckenberg-Webseite im neuen Look. „Als öffentliche Einrichtung mit begrenzten Marketingbudget ist es uns wichtig, sehr viel intern umzusetzen und pragmatisch vorzugehen“, erläutert Wilke.
„Unser Ziel ist es, dass der neue Senckenberg-Look Freude bereitet, Neugierde weckt und Menschen motiviert, sich mit Wissenschaft zu beschäftigen. Aber auch nach innen ist das Corporate Design ein wichtiger Teil der Organisationskultur“, resümiert Generaldirektor Tockner. Die interne Resonanz auf entwickelte Produkte und der spielerische Umgang mit der Bildmarke zeige jetzt schon, welch positives Momentum flexibles Design entwickeln könne.