Bundesumweltministerin Svenja Schulze zu Besuch der DBBW bei Senckenberg Görlitz am 08.07.2019
Seit dem Jahr 2000 vermehren sich Wölfe in Deutschland. Präparat in der Ausstellung des Senckenberg Museums

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Bundesumweltministerin Schulze informiert sich bei Senckenberg über Wölfe


Im Rahmen ihrer Sommer-Pressereise, begleitet von rund 40 Journalist*innen, besuchte Bundesumweltministerin Svenja Schulze heute die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.

Einführend informierte Prof. Dr. Hermann Ansorge über die umfangreichen Aufgaben der Beratungsstelle, die seit 2016 am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz angesiedelt ist. Im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz bereitet die DBBW alle zugänglichen Informationen zu den in Deutschland lebenden Wölfen für Behörden auf. Am Senckenberg Museum führt Ansorges Arbeitsgruppe seit knapp zwanzig Jahren Nahrungsuntersuchungen an den Wölfen durch. Die Wildbiologin Ilka Reinhardt (LUPUS – Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland) erläuterte ihre langjährigen Beobachtungen zur Ausbreitung der Wölfe. Außerdem sprach sie über Möglichkeiten, wie Tierhalter ihre Herden vor Wölfen schützen können und wie man sich bei einer Wolfsbegegnung verhalten sollte. Abschließend präsentierte Dr. Carsten Nowak die genetischen Untersuchungen, die er im Bereich Naturschutzgenetik bei Senckenberg in Gelnhausen durchführt. Dort werden alle im Rahmen des bundesweiten Wolfsmonitorings gesammelten Proben zentral untersucht. Anhand der Ergebnisse werden Erkenntnisse bezüglich des Vor-kommens von Wölfen in Deutschland gewonnen, Individuen unterschieden, Verwandtschaftsverhältnisse und Rudelstrukturen aufgelöst sowie Hybridisierungsgrade ermittelt. Auch der DNA-basierte Nachweis des Wolfes und weiterer Prädatoren bei Nutztierrissen spielt für das Monitoring und Wolfsmanagement eine wichtige Rolle.

Die DBBW

Das Projektteam berät seit 2016 die Naturschutzbehörden von Bund und Ländern bei allen Fragen zum Thema Wolf. Dies reicht von der Bewertung einzelner Hinweise bis zur Beratung beim Umgang mit auffälligen Wölfen. Im Rahmen des Projektes werden die in den Bundesländern er-hobenen Daten aus Monitoring und Management bundesweit zusammengefasst und in aufberei-teter Form auf der folgenden Homepage der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt:

www.dbb-wolf.de

Die DBBW setzt sich aus vier Forschungseinrichtungen zusammen:

• Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
• LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland
• Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt/ Standort Gelnhausen
• Leibniz-Institut für Zoo und Wildtierforschung Berlin

Bundesumweltministerin Svenja Schulze zu Besuch der DBBW bei Senckenberg Görlitz am 08.07.2019
Am Görlitzer Senckenberg Institut informierte sich Bundesumweltministerin Svenja Schulze über die Erforschung der Wölfe in Deutschland