Kampagne 200 Jahre Museum / Museum for Tomorrow Gewöhnlicher Wasserschlauch

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Senckenberg-Vortragsreihe:

„Forschendes Kuratieren" oder: Was passiert im Museum?

Digitaler Vortrag mit Museumsdirektorin Dr. Brigitte Franzen am 2. Februar


Der Begriff „Kuratieren“ wird heute sehr breit verwendet. Ob Modemagazine oder Musikprogramme, alles wird „kuratiert“. Was bedeutet das für die Museen, die den Begriff aus dem Angelsächsischen in den vergangenen Jahrzehnten für das Ausstellungsmachen adaptiert haben? Was ist in diesem Zusammenhang „forschendes Kuratieren“, ein Begriff, den die Vortragende Dr. Brigitte Franzen für die Arbeit in Museen entwickelt hat? Die Direktorin des Senckenberg Naturmuseums erläutert dies im nächsten Vortrag der Senckenberg-Reihe „Museum for Tomorrow: Die Praxis der Museen“.
 

Der Schlüssel zum musealen Ausstellungsmachen ist in allen Museumssparten – vor allem aber in einem Naturmuseum – die faktenbasierte Forschung. Immer ist die Glaubhaftigkeit der Inhalte abhängig von den Forschungsfragestellungen und ihrem Verhältnis zu den Ausstellungsobjekten. Die Tätigkeit der Ausstellungsmacher*innen ist per se transdisziplinär angelegt, u.a. weil die Ebene des „Sichtbarmachens“ eine zentrale Rolle spielt. Ausstellungen konzipieren ist Raum-, Forschungs-, Gestaltungs-, Text- und Vermittlungsarbeit sowie vieles mehr. Mit dem Konzept des integrierten Forschungsmuseums definiert Senckenberg diese Verhältnisse gerade – gemeinsam mit sieben weiteren Leibniz-Forschungsmuseen – neu. Dabei geht es u.a. darum, wissenschaftliche Zukunftsthemen, wie die Biodiversitätsforschung, die Thematik des Anthropozäns, die Klimaforschung oder die Geschichte und Zukunft des Lebens auf unserem Planeten, multidimensional wissenschaftlich-kuratorisch so zu erschließen, dass daraus komplexe, verständliche neue Wissensräume werden. Der Anspruch ist, diese sinnlich und kommunikativ genauso erfahrbar zu machen, wie gedankliche Vertiefung zu ermöglichen. Museen werden so zu innovativen Kommunikationszentren zwischen Kultur und Wissenschaft, die einen vielfältigen Dialog mit der Gesellschaft ermöglichen und wichtige Plattformen für die Reflexion wissenschaftlicher Erkenntnisse, aber auch kultureller Konstruktionen – beispielsweise von der Natur – sind.

Die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Dr. Brigitte Franzen ist Direktorin des Naturmuseums am Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt. Zuvor war sie Alleinvorstand der international tätigen Peter und Irene Ludwig Stiftung. Einer ihrer wissenschaftlichen Schwerpunkte ist die Ideen- und Kulturgeschichte der Natur. Brigitte Franzen hat in ihrer Laufbahn rund 100 Ausstellungsprojekte verantwortet.

Vortrag: „Forschendes Kuratieren” oder: Was passiert im Museum?

Referentin: Dr. Brigitte Franzen (Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt)

Datum: Mittwoch, 2. Februar, 19:15 Uhr

Aufgrund der Covid19-Pandemie finden die Vorträge bis auf Weiteres rein virtuell statt. Sie können per Livestream  (ohne Kommentarmöglichkeit) oder über den Kanal www.youtube.com/SenckenbergWorld (mit Kommentar-möglichkeit über die Chatfunktion) mitverfolgt werden. Wer virtuell mit den Referent*innen diskutieren möchte, meldet sich über den Anmeldelink im Senckenberg-Veranstaltungskalender an und erhält dann die Zugangsdaten für die Zoom-Veranstaltung.

Informationen zu den Vorträgen, Referent*innen und Themen

Die Vortragsreihe wird im Rahmen des Aktionsplans „Eine Welt in Bewegung“ der Leibniz-Forschungsmuseen veranstaltet.

Die neue Dauerausstellung „Korallenriff“ ist im Rahmen des modularen Umbauprojekts „Neues Senckenberg Museum Frankfurt“ entstanden – in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen des Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen und Senckenberg. Foto: Senckenberg

Der Gewöhnliche Wasserschlauch – hier ein Gemälde der Frankfurter Malerin Elisabeth Schultz, wird im Rahmen der Jubiläumsausstellung „Museum for tomorrow“ im Frankfurter Naturmuseum ausgestellt. Die Pflanze ist zudem Forschunsgobjekt bei „Flora Frankfurt“. Foto: Senckenberg