museum4punkt0_VR_Präsentation Görlitz_Februar 2018
Auf einem Bildschirm können Besucher beobachten, was die Trägerin der Bildschirmbrille gerade erlebt.

Abenteuer Bodenleben - virtuelle Realität im Senckenberg Museum erfahren

Mehrere hundert Erwachsene und Kinder ließen sich seit den Winterferien im Görlitzer Naturkundemuseum auf wenige Zentimeter Größe schrumpfen und erkundeten die Tierwelt des Bodens. Das funktioniert mit Hilfe einer so genannten Virtual Reality-Brille, die dem Nutzer den bestechend echten Eindruck vermittelt, sich durch die winzig kleinen Bodenporen zu bewegen. Die Nutzung der Brille ist kostenlos und dauert 5 bis 10 Minuten und eignet sich ab einem Alter von sechs Jahren. Wegen der starken Nachfrage wird eine telefonische Terminreservierung unter 03581 – 47 60 52 20 empfohlen.

Die Nutzer der Virtual Reality-Brille sind durchweg sehr beeindruckt von der Qualität der simulierten Umwelt und der Tiere auf die sie trafen. Tausendfüßer, Weißwürmer, Springschwänze und andere Bodentiere halten sich in dem Bodenlabyrinth auf, durch das sich die Besucher mithilfe einer virtuellen Taschenlampe bewegen. Warum gerade Bodentiere? Die Erforschung der Vielfalt der im Boden lebenden Organismen ist seit Jahrzehnten ein Forschungsschwerpunkt der Wissenschaftler am Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz.

Bei dieser Präsentation handelt es sich um einen Prototyp der im Rahmen des Forschungsprojektes „museum4punkt0–Digitale Strategien für das Museum der Zukunft“ entwickelt wurde. Dazu erprobt ein Verbund von Kulturinstitutionen von 2017 bis 2020 verschiedene museale Nutzungsszenarien für digitale Technologien. Um das Projekt fachlich auszuwerten, werden die Nutzer im Anschluss gebeten, einen kurzen Fragebogen auszufüllen.